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Die meisten Psychologen legten zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Schwergewicht auf die ursächliche (kausale) Betrachtungsweise.

Freud z.B. verstand das Verhalten des Menschen vorwiegend als Wirkung frühkindlicher Erfahrungen, und die meisten Verhaltenspsychologen (Behavioristen) betrachteten alle Äusserungen des Menschen als Reaktionen auf vorausgehende Reize.

Adler setzte hier mit seiner Kritik ein: Er wies darauf hin, dass alles Lebendige einem Ziel bzw. Zweck entgegenstrebt und dass menschliches Verhalten in seinem Wesen nur verstehbar ist, wenn man es als ziel- und zweckgerichtet betrachtet.

Die Beweggründe für unser Verhalten liegen somit nicht einfach in der Vergangenheit, sondern wesentlich in der Zukunft.

Er war überzeugt: Wer einen Menschen oder eine einzelne Verhaltensweise eines Menschen verstehen will, muss nach dessen Zielen und Zwecken forschen.

"Wir sind nicht in der Lage zu denken, zu fühlen, zu wollen, zu handeln, ohne dass uns ein Ziel vorschwebt.", schrieb er 1914.